Wähle eine App als vertrauenswürdige Anlaufstelle für alles Rohmaterial. Ob Obsidian, Apple Notizen, Notion oder ein simples Dateien‑Verzeichnis: Entscheidend ist die Gewissheit, dass jede Eingabe dort sichtbar ankommt. Beschrifte die Hauptliste eindeutig, zum Beispiel „Eingang“. Alle anderen Wege – E‑Mail‑Weiterleitungen, Scans, Sprachnotizen – führen dorthin. So weißt du stets, wo du klärst. Je weniger du suchen musst, desto eher entwickelst du eine entspannte, tragfähige Routine.
Drei bis fünf Kanäle reichen oft: E‑Mail, Notiz‑App, Sprachmemo, physische Ablage und eventuell ein Task‑Eingang. Mehr Orte bedeuten mehr Reibung und vergessene Inseln. Prüfe, welche Wege du tatsächlich nutzt, und deaktiviere den Rest. Erstelle eine kurze Übersicht mit Icons oder Farbcodes, damit dein Gehirn sofort erkennt, wo etwas landet. Sage dir laut: „Alles in diese Körbe.“ Klarheit in der Architektur spart täglich Dutzende kleiner Entscheidungen.
Lege Weiterleitungen fest: Leite spezielle E‑Mail‑Adressen automatisch in deine Haupt‑Inbox, benenne Dateien beim Scannen nach Datum, und nutze Shortcuts, um Memos mit einem Tipp zu verschicken. Aliase wie „inbox@deinedomain“ helfen, schnell zu erfassen, ohne lange Empfängerlisten. Dokumentiere die Regeln kurz in einer Notiz, damit du sie gelegentlich überprüfst. Kleine Automatisierungen nehmen dir lästige Schritte ab und machen die Praxis angenehm stabil, auch an stressigen Tagen.
Setze dich mit einem Kaffee hin, stelle drei bis zehn Minuten ein und schreibe durch, ohne zu stoppen. Nenne zuerst Gefühle oder Störungen, dann konkrete To‑dos, schließlich Ideen und Wünsche. Keine Ordnung, nur Fluss. Wichtig ist die Vollständigkeit, nicht die Schönheit. Markiere große Brocken mit einem Stern, damit sie später auffallen. Bewahre die Seiten griffbereit auf, aber kläre den Inhalt getrennt. So startest du sortierter, freier und überraschend motiviert in den Tag.
Bevor du Geräte ausschaltest, leere Kopf und Taschen. Sammle Belege, verstreute Notizen und lose Gedanken in die Inbox. Stelle dir drei Fragen: Was bleibt offen? Was kann warten? Wofür bin ich dankbar? Dieser kurze Abschluss verhindert nächtliche Grübel‑Schleifen und steigert Erholung. Lege Stift und Notizkarte ans Bett für Einfälle im Halbschlaf. Ein kleiner Reset am Abend bewirkt morgens ein spürbar leichteres Anlaufen und weniger Widerstand gegen wichtige Aufgaben.
Einmal pro Woche sichtest du den gesamten Eingang und entscheidest bewusst: löschen, archivieren, nächster Schritt, später prüfen. Konsistenz schafft Vertrauen in das System. Plane 20 bis 40 Minuten, gerne mit Musik. Starte mit Kleinem, um Momentum aufzubauen, und speichere offene Fragen in einer Liste „Klärung“. Notiere am Ende zwei sichtbare, machbare nächste Schritte für die kommende Woche. Diese Routine ist unscheinbar, aber der Motor, der alles zuverlässig in Bewegung hält.
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